Ich hoffe, alle Maedels haben sich von dem letzten Posting resp. dem Song wieder eingekriegt, insbesondere Sabine aus Kiel, die im Kommentar meinte: 'dahin schmelz...' ;-)
Die vergangenen sechs Tage gehoerten dem ganz normalen Arbeitsalltagswahnsinn. Mittlerweile ist die 75 zur Grenze gesperrt, da der Fluss in Morris ueber die Ufer schwappte. Das heisst nun fuer die kommenden Wochen jedesmal rund eine Stunde Umweg fahren. Wie es dort momentan waehrend der Flut ausschaut kann man HIER sehen !
Dienstag gings erstmal nach Brandon und am naechsten Abend sollte um 20h in Emporia / Kansas geliefert werden. Kurz mal 1800 km ! Um 19.58 Uhr dort auf den Hof gerollt. Und wurde auch prompt entladen. Vielleicht stand dort die Produktion still ? Die Ladung bestand aus 44500 Pfund frischen Lungen und Nieren, so dass die Hunde und Muschis im Staate Kansas die naechste Woche keinen Hunger leiden muessen, sofern Herrchen und Frauchen das richtige Petfood einkaufen ;-) Was tut man nicht alles fuer die lieben Haustiere ?!
Ein paar Eindruecke:
Anschliessend wie ueblich zum Trailerauswaschen und Feierabend war dann im 5km entfernten Flying Joe, den es in Emporia auch gibt. Mittlerweile war es 22.30 Uhr und gluecklicherweise noch einen Platz gefunden. Der Folgeauftrag kam wie immer schon im Laufe des Tages herein.
Um 10h morgens nach dem Fruehstueck wie immer gestartet. Ladung in Sand Springs, ein Nachbarort von Tulsa / Oklahoma. Aus Sicherheitsgruenden bekommen die Fahrer dort einen werkseigenen Schutzanzug vom Security Guard ausgehaendigt. Datt sah vielleicht aus...plus Helm und Schutzbrille ! Zum Glueck sah mich niemand (lol) ! Und das ganze Spektakel, obwohl man im Fahrerhaus hocken bleibt, da herumstreunen in jedem Chemiewerk eigentlich verboten ist. Genauso wie das fotografieren, andernfalls haett ich ja zu gern ein Bild vom 'Marsmenschen' eingestellt ;-)
Die Waage zeigte 3 Stunden spaeter ein Gesamtgewicht von exakt 79600 Pfund an. Gefahrenklasse 3 (brennbar) und 8 (aetzend) ! Das Wetter war regnerisch und betruebt genauso wie meine Stimmung. Aus Hamburg gab es bisher keine weiteren Neuigkeiten vom Gesundheitszustand. Das ist der groesste Nachteil beim Auswandern. Man ist zu weit weg und kann einfach nicht vor Ort sein, wenn es jemanden schlecht geht.
Skyline Tulsa/Oklahoma
Die Fahrt ging back home und heute am Samstagnachmittag gemuetlich ins Yard gerollt. Gemuetlich, weil ich trotz gemaechlicher Fahrweise wegen Hazmat (Gefahrgut) immer noch sechs Stunden vor der ETA eintraf. (ETA = Estimated time of arrival, also die voraussichtliche Ankunftszeit).
Eine Uberraschung gab es doch auch diese Woche.
Hier:
Von weitem zu sehen. Der Apple Truckstop in der Naehe von Nebraska City, an dem ich nie ohne Halt vorbeifahre. Pause, lecker essen und das Leben geniessen ! Man goennt sich ja sonst nix...
Und als ich dort Freitagmittag ausstieg, rief mich ploetzlich der Fahrer vom hinteren Sattelzug. Ich dachte erst, da er gerade mit Spannsets hantierte, er braucht irgendwelche Hilfe und ging mal rueber. Kennzeichen von Canada, genauer gesagt Provinz Alberta...das passiert oft, dass man einfach angesprochen wird. Und in stets freundschaftlichen Miteinander wie es sich gehoert. Kanadier und auch die Amerikaner sind da ziemlich weltoffen, wollen gleich wissen woher man kommt etc. und so entstanden schon oft gute Gespraeche. Die in Europa oft besagte Oberflaechlichkeit im Miteinander habe ich persoenlich hier noch nicht kennengelernt.
'Hey Bison, I guess you wanna see that !' Er oeffnet die Trailertueren und fragt: 'What do you see ?' Hmm, ausser den Holzverschlaegen sah ich erstmal gar nichts. Er: 'Come on, take a look to the front !' Was will er denn so wichtiges zeigen, denke ich und klettere auf den Trailer. Und was da vorn an der Trailerstirnwand stand entlockte mir ein lautes 'Wow' !
54er Chevy. Frisch in Canada restauriert. Wert ca 40.000 Dollar. Und Formen, die einem so ins Schwaermen bringen, als wuerde man(n) den Koerper einer Frau beschreiben muessen..
Da er nun in Houston / Texas entladen wurde, kann ich es heute wohl getrost veroeffentlichen ;-) Leider war eine Innenraumaufnahme nicht moeglich, aber allein dieses Schmuckstueck zu sehen, war ein innerer O..... aeh, Optischer Freudenschrei ! ;-) Only in North America ! Da faellt mir ein, muss unbedingt Capo nach seinem Triumph fragen, ob dieser mittlerweile rennt...!
Und wegen der oben erwaehnten Umleitung wegen der Flut in Manitoba kommt man automatisch hier durch, wo mir stets eine ganz bestimmte Stadt in den Sinn kommt....
Wer die Loesung dieser Stadt erraet, bekommt aeh sagen wir mal so:
Maenner nen Haendedruck....
und die Maedels, naja, ihr wisst schon,,,,.,.;-))))
Frohe Ostern und viel Spass beim Eier suchen...
Bleibt gesund und... weiter dran !
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